Kochen im Katastrophenfall

  • Kochen im Katastrophenfall © OEZSV

Österreichs erster Blackout-Kochbuch-Ratgeber stammt aus Niederösterreich

Es enthält Tipps, wie man z.B. bei einem längerfristigen Stromausfall, einem Blackout, ohne herkömmliche strombetriebene Kochgeräte Speisen zubereiten kann.

Auch das Thema Verwertung von verderblichen Lebensmitteln aus Kühlschrank und Tiefkühltruhe wird behandelt, um diese vor der Entsorgung zu retten und für einen späteren Verzehr aufzubereiten.

Bei einem längeren Stromausfall benötigt man zur Zubereitung und Sicherung unserer Lebensmittel alternative Koch- und Garmöglichkeiten. Grundsätzlich sind in diesem Fall alle Outdoorgeräte, welche auch beim Campen verwendet werden, geeignet. Je nach örtlicher Möglichkeit muss man entscheiden, welche Varianten einsetzbar sind. Wenn kein Garten oder keine kleine Freifläche zur Verfügung steht, wird meist nur ein Campinggaskocher möglich sein. Aber auch damit sind gute Ergebnisse erzielbar.

Der Autor des Buches heißt Peter Straka aus Niederösterreich. Er ist dreifacher Grill-Staatsmeister und selbst freiwilliger Zivilschutzbeauftragter seiner Gemeinde. Die Idee zum Buch kam ihm aufgrund eines Stromausfalles im Winter, als er zwar heizen konnte, aber die Zubereitung der Babymilch für seine 6 Monate alte Tochter zum Problem wurde. Aber bei den diversen Grillmeisterschaften hatte er verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten kennengelernt und als Zivilschutzbeauftragter hat er sich viel Wissen zum Thema Blackout, Bevorratung und Krisenmanagement angeeignet.

Sein umfassendes Wissen hat er nun in diesem Buch niedergeschrieben.  Man kann sich über Blackout Cooking, verschiedene Möglichkeiten des Grillens, hilfreiche Geräte, Bevorratungstipps, Sicherung von Lebensmitteln, einfache Zubereitung von Speisen, Einbau von Kräutern in den Speiseplan, bis hin zu Beispielen richtigen Verhaltens bei einem Blackout, Teilnahme an Koch-Mustertagen und Erstellung einer Checkliste informieren.

„Unser Ziel ist es, sämtliche Altersgruppen der Bevölkerung mit den Intentionen des Zivilschutzes vertraut zu machen und eine Sensibilisierung für mögliche Gefahren des Alltags bis hin zu Katastrophenfällen zu erreichen. Und wir wollen beratend helfen, mit diesen Ausnahmesituationen richtig umzugehen,“ so Präsident Rädler und Hammer.

„Der Zivilschutzverband ist für das Bundesministerium für Inneres ein wichtiger und zuverlässiger Partner, wenn um präventive und innovative Projekte geht. Dieses Blackout-Kochbuch zum Beispiel zeigt dies deutlich. Ich bedanke mich bei Autor Peter Straka und beim Österreichischen Zivilschutzverband für die Herausgabe dieses Buches,“ so BM Sobotka.

 

Warum das Bevorraten wichtig ist:

Bei längerem Stromausfall ist auch die Versorgung mit Lebensmitteln aus Supermärkten nicht mehr gesichert. Es funktionieren weder elektrische Schiebetüren noch Kühlanlagen noch Registrierkassen. Im Katastrophenfall wird es zu Hamsterkäufen kommen. Dann werden von den Käufern beispielsweise nicht ein Liter Milch sondern gleich mehrere mitgenommen.

Dasselbe gilt natürlich für alle Grundnahrungsmittel. Studien haben errechnet, dass sämtliche Lebensmittel für den täglichen Bedarf innerhalb einer halben Stunde ausverkauft sein werden. Deshalb und auch für den Fall, dass der Wohnbereich nicht verlassen werden kann oder darf, etwa wegen eines radioaktiven Unfalls oder einer Schneekatastrophe, sollte immer ein genügend großer Zwei-Wochen-Vorrat für die Familie vorhanden sein.

 

Erhältlich bei den Landesverbänden www.zivilschutzverband.at 

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