Gefahren des Schifahrens - Richtiges Handeln

  • Schi fahren sicher © Pixabay

Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie durch richtiges Handeln Pistenunfälle vermeiden können! Unfälle auf der Piste laufen oft so ab:

GESCHWINDIGKEIT
 

FALSCHE EINSCHÄTZUNG DER SITUATION

Fehleinschätzung:
Man kommt im steilen Gelände leichter ins Rutschen, als man glaubt.

Unterschätzung:
Wenn man stürzt, braucht man einen viel weiteren Weg bis zum Stillstand, als man glaubt.

Überschätzung:
Man kann doch nicht so gut Kurven fahren, daher kann man auch nicht immer ausweichen.


SCHLECHTES REAGIEREN

Sich totstellen:
Man reagiert nicht, sondern wartet, was passiert. Anstatt zu bremsen, "was geht".

Mangelnde Fähigkeiten:
Man kann keinen geschnittenen Schwung, sondern rutscht in das Hindernis hinein.


Wenn man über folgende Phänomene Bescheid weiß, kann man Unfälle vermeiden:

"Scheuklappenphänomen"
Einschränkung der Sicht bei höherer Geschwindigkeit: Je schneller man fährt, desto weniger nimmt man wahr. Wie beim Autofahren: Wenn sich zwei Schiläufer im "toten Winkel" (d. h. von der Seite) nähern, dann sehen sie einander nicht!

"Phänomen der magischen Anziehungskraft"
Die Piste ist fast menschenleer. Nur eine einzige Person fährt vor ihnen. Wie magnetisch werden Sie davon angezogen, fahren darauf zu und machen knapp oberhalb noch einen Schwung. Das selbe gilt für Gruppen, bei denen man abschwingen möchte, wie auch für Liftstützen, Felsen u. dgl. 


ERKENNEN

Beobachten Sie andere Leute: An Engstellen, bei kritischen Kreuzungen, wenn sie stürzen (wie weit sie rutschen), in Steilhängen, wenn sie abrutschen.


Stürzen:
Wenn Sie im Steilgelände stürzen, bleiben Sie "aktiv". Lassen Sie nicht locker. Bringen Sie so rasch wie möglich die Schi nach unten, um mit den Kanten zu bremsen.
Wenn Sie die Schi verloren haben, gehen Sie in die "Liegestützstellung".

Springen:
Beim Springen über unübersichtliche Geländekanten passieren sehr schwere Unfälle. Wenn man erst einmal "abgehoben hat", kann man nicht mehr reagieren. Stellen Sie, wenn Sie springen wollen, einen Beobachter zur Kante und vereinbaren Sie ein STOP-Signal. Springen Sie nur auf einer einsamen, menschenleeren Piste.

Haxenbrechen:
Die beste Sicherheitsbindung ist nur eine Auslösebindung und keine Sicherheitsgarantie.
Wenn Sie kalte Muskeln haben, müde sind, verkrampft sind, tun Sie sich leichter weh, als wenn Sie frisch, ausgeruht und gut aufgewärmt sind.


HANDELN

Die Geschwindigkeit dem Können anpassen.

Daraus leiten sich folgende "alternative Pistenregeln" ab:

  • Suchen Sie sich für "sportliches Schilaufen" eine leere Piste aus.
  • Achten Sie darauf, daß Ihr möglicher Sturzraum frei von Personen, Hindernissen oder Abgründen ist.
  • Machen Sie ganz bewußt einen großen Bogen um andere Leute, weichen Sie großräumig aus.
  • Gruppen: Fahren Sie nicht "im Rudel".
  • Beim Abschwingen bei Gruppen: Sie schwingen neben der Gruppe, bei der Sie stehen bleiben wollen, ab. Dadurch haben Sie freien Sturzraum. Erst nach dem Abschwingen fahren Sie langsam zur Gruppe.
  • Wärmen Sie sich auf.
  • Hören Sie auf, wenn Sie müde sind, oder wenn es Sie nicht mehr freut.



Für Snowboarder ist besonders zu beachten:

  • Der vordere Fuß muß mit einem Fangriemen fest mit dem Brett verbunden sein.
  • Vor dem Richtungwechsel, besonders vor Backsideschwüngen: Blick zurück, Raum überprüfen.
  • Nur am Pistenrand anhalten, nicht auf Pisten absitzen oder liegen.
  • Das abgeschnallte Snowboard sofort mit der Bindungsseite nach unten in den Schnee legen.
  • Auf Gletschern darf das Snowboard wegen der Spaltengefahr nicht abgeschnallt werden.
  • An Schi- und Sesselliften ist der hintere Fuß aus der Bindung zu lösen.



Pistengerät
Mit dem Einsatz von Pistenbearbeitungsmaschinen (Pistenraupen) muß jederzeit gerechnet werden, auch bei Schneefall und schlechter Sicht!

Das Pistengerät hat Vorrang!

Abstand halten: vorne und hinten 15 m, seitlich 3 m, nicht anhängen. Sich bemerkbar machen, wenn man nicht ausweichen kann. 


 

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