Verstärkte Haus- und Wohnungseinbrüche in der herbstlichen Dämmerung!

  • Einbrüche © Pixabay

Im Herbst und im Winter steigt die Kriminalstatistik bei Haus- und Wohnungseinbrücken in Niederösterreich in der Dämmerung rasant an.

Einbrecher sind in dieser Zeit besonders aktiv am Werk. Von Anfang Oktober 2007 bis Ende Februar 2008 wurden 1286 Einbrüche in Wohnhäuser registriert. Von 1. Mai bis 30. September 2007 waren es 579. Die Dämmerungseinbrecher treiben aber auch in Wien ihr Unwesen, vor allem in den Außenbezirken. 

Laut NÖ Sicherheitsdirektion werden daher in den nächsten Monaten besonders gefährliche Gebiete – Siedlungen an Transitrouten – verstärkt überwacht. Die Täter gelangen schnell auf die Autobahn und müssen sich nicht einen Fluchtweg auf engen Straßen bahnen. Nicht nur entlang der West-, Süd- und Ostautobahn, sondern auch in den Großräumen Krems und St. Pölten schlagen sie zu. Entlang der Autobahnen und Schnellstraßen ereignen sich ca. 70% aller Wohnungs-, Haus- und Geschäftseinbrüche. 

In Wien sind insbesondere Einfamilienhäuser in Hietzing, Penzing und Liesing die Einbruchsziele, die von den Tätern auch tagsüber ausgekundschaftet werden. Diese Bezirke werden von der Polizei verstärk überwacht. 

Die Dämmerungseinbrecher schlagen meistens zwischen 17 und 21 Uhr, wenn die Bewohner noch nicht von der Arbeit zu hause sind, aber auch während der Mittagszeit. Sie brechen Fenster und Türen mit Gewalt auf, und das vorzugsweise am Freitag, weil sie glauben die Bewohner sind länger mit Wochenendeinkäufen beschäftigt. Auch am Wochenende lassen sie nicht locker. 

Mehrere Selbstschutztipps, die man sich im Detail auch bei der Kriminalpolizeilichen Beratung bzw. beim Zivilschutzverband holen kann, können Dämmerungseinbrüchen vorbeugen:

  • Volle Briefkästen oder nicht geräumter Schnee vor dem Haus sind ein Zeichen, dass das Objekt nicht bewohnt ist, und gleichsam eine Einladung für die Einbrecher zuzuschlagen.
  • Terrassentüren sollten bei Einfamilienhäuser, Reihenhäusern durch einbruchshemmende Rollbalken oder Scherengitter geschützt sein.
  • Nicht frei und ungehindert vor dem Haus stehen sollten Wassertonnen, Blumenspaliere, Gartenmöbel, da sie Einbrechern als Kletterhilfe dienen können.
  • Bei späterer Rückkehr ins Haus sollten Zeitschaltuhren in den Abendstunden verwendet werden, um durch Licht den Eindruck der Anwesenheit zu erwecken!
  • Zu empfehlen ist die Installierung einer Alarmanlage, da erwiesen ist, dass sich 70% aller Einbrecher dadurch in die Flucht schlagen lassen.
  • Schmuck, Bilder, Möbel und sonstige Wertgegenstände sollten fotografiert und in einer Wertsachenliste (nicht im Haus aufbewahren!) beschrieben werden.

(Quelle: „Die Presse“ 27.10.08/K. Stöger; Kriminalpolizeiliche Beratung) 
Die Kriminalpolizeiliche Beratung (KB) gibt weitere Infos und Auskünfte, wie man sein Eigenheim sicherer macht und sich vor Einbrechern schützen kann. Beratungszentrum: 1070 Wien, Andreasgasse 4, Mo-Fr 09.00 bis 16.00 Uhr, 1. Samstag im Monat: 09.00 bis 16.00 telefonisch erreichbar, Telefon-Hotline: 0800 / 216346; 1070 Wien, Mariahilferstrasse 84 / 2. Stk. Internet: www.polizei.gv.at. 

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