Zivilschutz - einst und jetzt:Safety zwinkernd ©OEZSV

Bis in die Mitte der 1980er-Jahre wurde Zivilschutz ausschließlich als „Schutz der Zivilbevölkerung vor kriegerischen Ereignissen“ verstanden. Der Zivilschutz war als Kern der „Zivilen Landesverteidigung“ in das Konzept der „Umfassenden Landesverteidigung“ integriert, dem die Ost-West-Konfrontation zu Grunde lag.
Über Initiative des BMI wurde 1985 begonnen, dem Zivilschutz in Österreich ein neues Leitbild zu geben. Zivilschutz wurde zunehmend auf den Schutz vor zivilen Katastrophen ausgerichtet, der militärische Aspekt trat in den Hintergrund. Auch dem Selbstschutz und der Aufklärung der Bevölkerung über Selbstschutzmaßnahmen wurde ab diesem Zeitpunkt mehr Beachtung geschenkt.

Mit Ende des Kalten Krieges haben sich die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen stark gewandelt. An Stelle eines militärischen Bedrohungsbildes traten globale sicherheitspolitische Herausforderungen wie die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen, der internationale Terrorismus, organisierte Kriminalität, Umweltprobleme, technologische Risiken, Epidemien und ähnliche Phänomene.

Zivilschutz wird heute in Österreich definiert als „Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Gefahren, die von Naturereignissen sowie technischen, terroristischen oder kriegerischen Ereignissen ausgehen“. Katastrophenschutz wird als „Gesamtheit aller vor Eintritt einer Katastrophe getroffenen Maßnahmen in der Katastrophenvermeidung und Katastrophenvorsorge“ verstanden.

So wird mit verschiedenen Aktionen bereits im Kindergartenalter zum Beispiel mit dem Kinderbuchkino (www.kibuki.at) bzw. im Volksschulalter mit der Safety-Tour (www.safety-tour.at) begonnen, diese über mögliche Gefahren zu informieren.

Des weiteren gibt es seitens der Zivilschutzverbände zahlreiche Vorträge, Schulungen und Infomaterialien zu verschiedenen Themen wie zum Bespiel einem flächendeckenden Stromausfall (Blackout) oder einem Strahlenunfall.