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Aktuelles

 

Gewitterwarnung von 19.5 - 20.5.2015

ZAMG-Wetterwarnungen

Unwetter und Gewitterwarnung von Dienstag, 19. Mai 2015, bis Mittwoch, 20. Mai 2015, für das Burgenland, Niederösterreich, Steiermark und Tirol.

Burgenland: Es ist mit starken Gewittern, Starkregen, Hagel und Sturm zu rechnen.
Niederösterreich: Es ist mit starken Gewittern, Starkregen, Hagel und Sturm zu rechnen.
Steiermark: Es ist mit starken Gewittern, Starkregen, Hagel und Sturm zu rechnen.
Tirol: Es ist mit Gewittern zu rechnen.
(Quelle: ZAMG)

 

Bei starken Gewittern können Sturmschäden durch Fallböen, Überschwemmungen durch starken Regen und Schäden durch Hagel entstehen. Auch die Blitzschlaggefahr steigt bei starken Gewittern.

Starkniederschläge

Starkniederschläge in Form von Starkregen oder Starkschneefall verursachen Hochwasser, Hangrutschungen, Felsstürze, Gebäudeeinstürze und andere bedrohliche Situationen. Von Starkregen spricht man zum Beispiel bei einer Menge von 10 mm Niederschlag je Stunde. Starkregenereignisse können jedoch auch wesentlich heftiger ausfallen. 

Hochwasser: Nützliche Tipps zur Vorsorge

Bei kontinuierlichem Regen und dementsprechend hoher Niederschlagsmenge kommt es bei Flüssen und Bächen, aber auch an unerwarteten Stellen zu Hochwasser.

Der erste Schritt zur Vorsorge ist die Klärung der Frage „Kann ich von Hochwasser bedroht werden?" – Dafür ist die Beobachtung der Umgebung der Wohnlage, aber auch des benutzten Verkehrsweges, des Schulweges der Kinder, etc notwendig:

  • Sind Flüsse, Bäche oder die Donau in der Nähe? Oft muss man dazu ein wenig genauer schauen, um nicht den großen Fluss hinter dem Damm zu übersehen (z. B. Straßen in Augebieten).
  • Gibt es Hänge in der Nahe? Auch wenn dort kein Gewässer fließt, kann plötzlicher starker Niederschlag Abgänge von Wassermassen, Schlamm und Geröll hervorrufen. 
  • Gibt es in der Nähe Teiche, die überlaufen könnten? 
  • Ist in der Gemeinde bekannte dass es schon einmal ein Hochwasser dort gab?
  • Wie sieht es mit der Kanalisation aus? Kann der Kanal übergehen? 
  • Könnten Bäume in der Nähe von Wassermassen unterspült werden und umstürzen? 
  • Gibt es ausgetrocknete Flussläufe, Bachbeete etc?

Was tun, wenn man sich im möglichen Gefahrenbereich befindet?

1. Vorbereitung:

  • Notgepäck und Dokumente für ein eventuell notwendiges Verlassen des Hauses vorbereiten.
  • Wo sind die Hauptschalter für Wasser, Strom, Heizung, Gas, Öl etc? - Abdrehen, wenn das Wasser kommt! 
  • Gibt es Tiere (Landwirtschaft), die im Notfall evakuiert werden müssen - wohin mit ihnen? 
  • Kontakthalten und Informationsaustausch mit dem Nachbarn, da das Hochwasser z.B. die Telefonleitung lahmlegen kann. 
  • Wohin kann ich im Notfall gehen? Notquartiere bei Verwandten, Freunden. 
  • Vorbereitung des Kellers: Von Gegenständen, die nicht naß werden dürfen, räumen! 
  • Fahrzeuge aus der Garage in Sicherheit bringen. 
  • Laufend sich bei der Gemeinde informieren, wie die Situation sich entwickelt. 
  • Gegebenenfalls Sandsäcke und Dichtmaterial vorbereiten bzw. anbringen! 
  • Besser einmal zuviel vorbereitet als einmal zu wenig!

2. Achtung auf:

  • Mögliches Sirenensignal (Warnsignal: 3 Minuten Dauerton) - dann Radio/TV aufdrehen! 
  • Lautsprecherdurchsagen beachten
  • Beginnender Stegbau 
  • Anweisungen der Behörde beachten!

3. Nachher:

  • Problem Trinkwasser: Da das Trinkwasser unbrauchbar seit kann, ist ein Wasservorrat günstig.
  • Erst mit dem Auspumpen des Kellers beginnen, wenn draußen der Wasserstand sinkt, da sonst Unterspülung droht!

Letzte Vorbereitungen - „Wenn es ernst wird!"

Damit die notwenigen Tätigkeiten rechtzeitig erledigt werden können, ist eine ausreichende Zeitspanne notwendig. Durch Beachtung einiger Punkte kann wertvolle Zeit gewonnen werden.

  • Jedes Hochwasser verläuft anders! Ziehen Sie keine Rückschlüsse aus alten Ereignissen.
  • Verfolgen Sie laufend die Wetterprognosen
  • Beachten Sie Radio- und Fernsehmeldungen
  • Lautsprecherdurchsagen verfolgen
  • Anweisungen der Behörden beachten!
  • Angeordnete Maßnahmen umsetzen (z.B.: 1. Stockwerk aufsuchen, Keller nicht mehr betreten, usw.)
  • Informieren Sie sich laufend bei der Gemeinde, wie sich die Situation entwickelt.
  • Beachten Sie die Sirenensignale! Sonderregelungen bei Gemeinden in Tälern mit flussaufwärts liegenden Staudämmen erfragen
  • Nutztiere aus der Gefahrenzonen bringen
  • Kellertanks absichern, technische Einrichtungen eventuell abmontieren
  • Elektronische Anlagen ausschalten oder entfernen!
  • Straßen und Wege können überflutet sein
  • Gefahren erkennen (Auqaplaning, Treibgut, Steinschlag, Muren)
  • Gefährdung durch aufgestautes Treibgut beachten
  • Abdichtmaßnahmen vorbereiten bzw. durchführen
  • Fahrzeuge aus der Garage / vom Abstellplatz in Sicherheit bringen
  • Nachbarschaftshilfe organisieren und durchführen. Nichtbetroffenen sollen Betroffenen unaufgefordert helfen
  • Haupthähne für Gas, Wasser, Strom abdrehen! (Achtung: Tiefkühltruhe)
  • Gegenstände, die nicht nass werden dürfen, aus dem Keller räumen
  • Es kann möglich sein, dass Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung kurzfristig verlassen müssen - Notgepäck griffbereit halten!
  • Eigensicherheit beachten! Unterschätzen Sie nicht die Gewalt des Wassers!
  • Falsches Verhalten (Neugier, Leichtsinn, Selbstüberschätzung) führt immer wieder zu Behinderung der Einsatzkräfte und Unfälle
  • Fahrzeuge, die noch in der Gefahrenzone stehen verursachen erhebliche Probleme bei Hilfseinsätzen aber auch für die Umwelt

Nach dem Hochwasser

  • Informieren Sie Ihre Gemeinde bzw. Ihre Versicherung über eventuelle Schäden
  • Sofort mit den Aufräumarbeiten beginnen. Durch Tierkadaver entsteht sonst Seuchengefahr
  • Abgelagerter Schlamm sollte sofort entfernt werden, denn wird dieser hart, kann er nur mehr erheblichem Kraftaufwand entfernt werden
  • Wenn notwendig Hausbrunnen entkeimen und Wassergüte überprüfen lassen (Vorschriften beachten)
  • Erst mit dem Auspumpen des Kellers beginnen, wenn sichergestellt ist, dass dadurch kein zusätzlicher Gebäudeschaden entstehen kann (Unterspülung)
  • Vorsicht beim Öffnen von Garagen- und Hallentoren
  • Mauerwerk durch geeignete Maßnahmen trocknen, um Schimmelpilzbefall zu verhindern

Auto und Wasser

  • Zeichnet sich die Gefahr eines Hochwassers ab, ist Folgendes zu tun:
  • Fahrzeuge aus der Garage in Sicherheit bringen (eher zu früh als zu spät)
  • Fahrzeuge, die im Freien abgestellt sind, aus der Gefahrenzone (See, Fluss, bereits überflutete Straße) bringen
  • Müssen Sie eine überflutete Straße passieren: „Tasten" Sie sich langsam voran (auch Schrittgeschwindigkeit kann zu schnell sein), dringt Wasser in den Motorraum ein, droht ein kapitaler Schaden
  • Nach längeren Fahrten den Motor abstellen, damit der Katalysator abkühlt, ehe Sie durch das Wasser fahren. Die Temperatur des Katalysators liegt bei etwa 700 Grad, wird er plötzlich abgekühlt, kann der Keramiktopf springen
  • Stand der KFZ bis zur Ölwanne oder gar über die Räder hinaus im Wasser, Motor nicht mehr starten! Schleppen Sie das KFZ nach dem Hochwasser in die nächste Werkstätte

Verhalten bei einem Gewitter in einem Gebäude mit Blitzschutz:

  • möglichst von Wasserhähnen und Duschen fernhalten
  • nicht baden oder duschen
  • nicht mit einem schnurgebundenen Fetznetztelefon telefonieren, Schnurlostelefone stellen konstruktionsbedingt keine Gefahr dar

Grundsätzlich bieten sich zum Schutz der elektrischen Geräte im Haushalt Steckdosenleisten mit Überspannungsschutz an. Hierdurch wird das jeweilige Gerät vor der durch einen Blitzeinschlag entstehenden Spannungsspitze geschützt. Allerdings muss beachtet werden, dass dieser Überspannungsschutz alleine nicht sicher und daher nicht ausreichend ist. Für den sicheren Schutz vor Blitzschlag müssen folgen Bedingungen erfüllt sein:

  • das Haus muss über einen funktionstüchtigen Blitzableiter verfügen
  • an der Hauseinspeisung und im Verteilerkasten muss eine Blitzspannungsableitung installiert sein

Aufenthalt in einem Gebäude ohne Blitzschutz

In Gebäuden ohen Blitzschutzanlage findet man bedingten Schutz unter folgenden Vorraussetzungen:

  • Fenster und Türen schließen
  • in der Raummitte aufhalten
  • Gas-, Wasser- oder Heizungsrohre nicht berühren
  • halten mindestens einen Meter Abstand von elektrischen Einrichtungen
  • Telefon nur im Notfall verwenden

Aufenthalt im Freien:

Da es außerhalb von geschützten Objekten keinen wirklich sicheren Aufenthaltort gibt, sollte man sich während einer gefährlich nahen Gewitters nicht im Freien aufhalten. Wenn keine Möglichkeit besteht einen sicheren Ort zu erreichen, sollte ein Ort mit geringem Gefährdungspotenzial aufgesucht werden:

Bereiche unter:

  • Seilen, Liften und Seilbahnen
  • großen Brücken
  • Hochspannungsleitungen, die von Stahlgittermasten getragen werden
  • in Fahrzeugen mit Ganzmetallkarosserie (Auto, Wohnwagen, Eisenbahnwaggon)

Zu meiden sind besonders gefährliche Bereiche:

  • Einzelne Bäume und Baumgruppen
  • Metallzäune
  • Berggrate und Berggipfel
  • ungeschützte Aussichtstürme
  • Waldränder mit hohen Bäumen
  • ungeschütze Fahrezuge wie Fahrräder, Motorräder
  • ungeschützte Boote (Masten können die Gefahr erhöhen)
  • Aufenthalt im Wasser meiden

Im Notfall Schutz suchen:

  • In Mulde, Hohlweg, Höhle, Hütte (In Raummitte aufhalten)
  • Im Waldesinneren (aber die Nähe von herausragende freistehenden Bäumen meiden)
  • In der Ebene mit geschlossener Fußstellung auf den Boden hocken, sich nicht auf den Boden legen
  • Gegenüber möglichen Einschlagobjekten mindestens 3 Meter Abstand halten

Hagel

Passiver Hagelschutz

Dabei wird versucht geeignete Hagelschutznetze, Hagelschutzplanen oder Hagelschutzdächer die schützenswerten Objekte vor gefährlichen Treffern zu bewahren. Auch beim Hausbau sollten hagelresistente Materialien zum Einsatz kommen.

Auto und Hagel

Wenn bedrohliche Wolken aufziehen, hat nicht jeder Fahrzeugbesitzer die Möglichkeit, seine Fahrzeuge in Garagen, Hallen oder unter Schutzdächern abzustellen. Einigen Verhaltensregeln könnten helfen, wenn man sich Dellen am Auto oder zerstörte Scheiben und die damit verbundenen Reparaturkosten ersparen will.

  • Um sich Ärgernisse zu ersparen, sollten Wetterprognosen mit Hagelwarnungen ernst genommen und wenn möglich die Fahrt verschoben werden
  • Wird man von Hagelschauern überrascht, auf jeden Fall das Tempo reduzieren, den Abstand zum Vordermann erhöhen oder am besten und wenn möglich anhalten
  • Ist ein Weiterfahren unumgänglich, schalten Sie das Licht ein und bei starken Sichtbehinderung gegebenenfalls die Nebelschlussleuchten
  • Sollten Sie in einem Tunnel oder auf einer Brücke anhalten müssen, müssen sie die nachfolgenden Autofahrer durch das Einschalten der Warnblinkanlange auf sich aufmerksam machen
  • Behindern Sie möglichst keine Einsatzfahrzeuge (Rettungsgasse)
  • Das Unterstellen des Fahrzeuges unter Vordächern, Brücken oder öffentlichen Garagen könnte grobe Schäden abwenden
  • Sollte dies nicht möglich sein, könnte eine mitgeführte feste/dicke Decke die schlimmsten Schäden verhindern
  • Für Autos, die im Freien abgestellt werden müssen, gibt es im Fachhandel Hagelschutz-Pelerinen. Dadurch werden Fahrzeuge im Bereich des Kofferraumes, Daches und der Motorhaube durch ein Schaumstoffmaterial vor Hagelkörnern, herunterfallenden Ästen, Kastanien, etc. geschützt.

Downloads:

Weitere Infos:

Quelle und weitere Informationen:

 

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